Letzte Worte

Elisabeth von Droste-Hülshoff

Aufnahme 2003

Geliebte, wenn mein Geist geschieden,
So weint mir keine Träne nach;
Denn, wo ich weile, dort ist Frieden,
Dort leuchtet mir ein ew'ger Tag!

Wo aller Erdengram verschwunden,
Soll euer Bild mir nicht vergehn,
Und Linderung für eure Wunden,
Für euern Schmerz will ich erflehn.

Weht nächtlich seine Seraphsflügel
Der Friede übers Weltenreich,
So denkt nicht mehr an meinen Hügel,
Denn von den Sternen grüß' ich euch!



Mit größtem Erstaunen habe ich soeben am 29. Januar 2017 in Wikipedia gelesen, dass dieses berühmte Gedicht seit wenigen Jahren Elisabeth von Droste zu Hülshoff, geboren am 1.7.1845, gestorben am 15.4.1912, Nichte und Patenkind von Annette zugeschrieben wird. Aber wer es auch war, eins ist sicher, das Gedicht ist eins der schönsten deutscher Sprache.