Immer ein Lichtlein mehr
Hermann Claudius
Aufnahme 2015
Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.
Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.
Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!
Notwendige Anmerkung:
Durch einen wertvollen Hinweis bin ich aufmerksam gemacht worden, dass das obige Gedicht nicht von Matthias sondern von Herrmann Claudius (1878 - 1980), seinem Urenkel stammt. Nachdem ich dessen Biografie zur Kenntnis genommen habe, nehme ich davon Abstand, ihn mit einer eigenen Seite in meine Sammlung aufzunehmen. Dafür ist mir seine politische Haltung zur Zeit des Nationalsozialismus (und danach!) zu zuwider. Andererseits stehe ich nach wie vor zu meiner positiven Einschätzung dieses Gedichts. Ein Zwiespalt, den ich aufzulösen versuche, indem ich sein Gedicht hier bei seinem von mir vorbehaltlos geschätzten Urgroßvater stehen lasse.