Zerrissen

Text: Hans Joachim Roedelius
Musik: Alessandra Celetti
Video: deaprojekt


Jede Strophe, jede Zeile, jedes Wort trifft mich:

Das hab ich erlitten, erfahren, erkannt,
und jetzt - endlich - erlebt ...

Zerrissen zwischen abertausend Illusionen
irrst du umher im Labyrinth der Wirklichkeit
du suchst nach Zielen, ringst um Werte, die sich lohnen,
vor Sehnsucht drehst du dich im engen Kreis der Zeit.

Du bist bestimmt, bestimmend wirkst du auf das Ganze
mit dem, was in dir dir alleine zugedacht.
Drum lass dich beugen unterm Wind,
dann wirst du sein als seist du Kind,
als sei die Wirklichkeit für dich allein gemacht.

Schau in die Welt, horch auf dein Herz, lass dich berühren
empfinde tief, durchdringe, was dir aufgetan,
lass dich davon in deine eigne Freiheit führen,
nimm das Geschenk, dein eignes Leben, dankbar an.

So wirst du das, was dir von Anfang an beschieden,
wenn du dich kühn zu deinem eignen Ziel bekennst.
Du trittst heraus aus allem Schein,
wirst was du sein musst endlich sein,
du hast dich frei gemacht von dem, was dich begrenzt.